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Grundlagen

Was sind offene Daten?


Daten sind offen, wenn sie durch jedermann und für jegliche Zwecke weiterverwendet und weiterverbreitet werden können. Daten, die im Internet veröffentlicht sind, werden nicht automatisch zu offenen Daten. So können sie etwa unter Nutzungsbedingungen (Lizenzen) stehen, die eine Weiterverwendung und Weiterverbreitung nicht gestatten oder sie können in einem Format vorliegen, das eine Nutzung erschwert oder verhindert.

Entscheidend für die Weiterverwendung und Weiterverbreitung ist die rechtliche und technische Kompatibilität der Daten mit anderen Datenquellen. Der Zugang, die Weiterverwendung und Weiterverbreitung soll jedermann (privat oder kommerziell) nach den in diesem Papier genannten Bedingungen und ohne Zahlung von Entgelten möglich sein.

Warum sind offene Daten wichtig?


Open Government steht für einen kulturellen Wandel im Verhältnis von Bürger und Staat, der zu mehr Transparenz, mehr Teilhabe und einer intensiveren Zusammenarbeit führen kann. Durch den freien Zugang der Allgemeinheit zu Behördendaten wird politisches Handeln transparent und nachvollziehbar.

Offene Daten bergen auch enormes Potenzial für Innovationen. Liegen Behördendaten als offene Daten vor, können sie von Bürgern, Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung weiterverarbeitet und weiterverbreitet werden.

So können neue Auswertungen und Analysen, Anwendungen, Produkte und Dienstleistungen, Geschäftsmodelle und Produktionsketten entstehen. Der besondere Mehrwert der Öffnung der Daten liegt darin, dass durch Verknüpfung der Daten neue Informationszusammenhänge aufgezeigt werden können.

Um welche Daten geht es?


Staatliche Stellen sammeln und pflegen eine Vielzahl von Daten. Dazu gehören z.B. Daten aus den Bereichen Umwelt, Wetter, Geo, Verkehr und Statistik. Durch die Verknüpfung der Daten und die Möglichkeit neue Informationszusammenhänge aufzeigen zu können, sind alle Daten von Interesse.

Ausgenommen sind personenbezogene Daten sowie Daten, die anderweitig schutzwürdig sind (z.B. sicherheitsrelevante Daten, Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse).

Empfehlungen


Einfaches: Viele Daten sind bereits im Netz verfügbar, ihre Freigabe wurde jedoch noch nicht kommuniziert oder die Nutzungsbedingungen sind unklar. Pflücken Sie zunächst diese "niedrighängenden Früchte" indem Sie auf Ihre bestehenden Angebote aufmerksam machen und diese Daten für den Wettbewerb zur Verfügung stellen.

Nützliches: Oft unterscheiden sich die Einschätzungen, was die Relevanz eines Datensatzes angeht: Eine einfache Liste von Postleitzahlen hat für manche Nutzer einen größeren Wert, als eine aufwändig
bereitgestellte Datenbank.